Social-Media- und KI-News: Reddit testet Suchanzeigen, X öffnet Lead Gen Ads weltweit, ChatGPT erstellt GIFs

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Reddit testet Anzeigen in der eigenen Suche, X macht seine Lead-Gen-Ads für alle Werbetreibenden weltweit verfügbar, LinkedIn erweitert die Analysen für Creator:innen und ChatGPT kann mit dem neuen Bildmodell Images 2.6 animierte GIFs erzeugen.

Das Thema kurz und kompakt

  • Reddit testet Anzeigen in den Suchergebnissen der App, nach Suchbegriff ausgespielt, zunächst bei ausgewählten Werbetreibenden.
  • Der Hintergrund: Reddits Suchverkehr von Google sinkt, die täglich aktiven Nutzer:innen in den USA fielen von 53,2 auf 50,7 Millionen.
  • X macht Lead-Gen-Ads für alle Werbetreibenden weltweit verfügbar, mit Formular direkt im Beitrag.
  • LinkedIn zeigt Creator:innen mehr Daten: Speichern und Senden von Beiträgen sowie Aufrufe innerhalb und außerhalb des Netzwerks.
  • ChatGPT erzeugt mit Images 2.6 erstmals animierte GIFs aus Text oder Foto, weltweit in allen Tarifen. Die GIF-Funktion wird schrittweise freigeschaltet.

Reddit: Anzeigen in der Suche

Reddit testet Anzeigen auf den Suchergebnisseiten der App. Sie werden nach der Suchanfrage und ihrer Relevanz ausgespielt und tragen eine kleine Anzeigenmarkierung. Reddit nennt als Beispiele Anzeigen für Espressomaschinen, Kaffee oder Tassen bei der Suche nach „espresso station“ oder für Monitore und Schreibtische bei „home office setup“. Der Test läuft zunächst mit einer ausgewählten Gruppe von Werbetreibenden und nutzt das bestehende Targeting. Preise und ein Termin für alle stehen noch aus. Der Anlass ist klar: Reddit meldete zuletzt, dass der Suchverkehr im Oktober im Schnitt um mehr als eine Million Aufrufe pro Woche gefallen ist, weil Googles KI-Suche Fragen direkt beantwortet, statt auf Reddit zu verlinken. Die täglich aktiven Nutzer:innen in den USA sanken von 53,2 auf 50,7 Millionen, die Umsatzprognose für das vierte Quartal (1,0 bis 1,03 Milliarden US-Dollar) lag unter den Erwartungen. Reddit plant zudem, stärker auf angemeldete Nutzer:innen zu setzen. Das Risiko: Anzeigen direkt neben ehrlichen Erfahrungsberichten können das Vertrauen belasten, wenn sie wie normale Ergebnisse wirken.

X: Lead-Gen-Ads für alle

Nach dem Neustart im August macht X seine Lead-Gen-Ads jetzt für alle Werbetreibenden weltweit verfügbar. Am unteren Rand eines beworbenen Beitrags erscheint ein auffälliger Button. Ein Tipp öffnet ein Formular direkt in X, ohne die Plattform zu verlassen. Spätere Formulare werden mit den bereits eingegebenen Daten vorausgefüllt. Unterstützt werden Bild-, Video- und Karussell-Anzeigen sowie Timeline-Takeover. Im Ads Manager gibt es ein eigenes Ziel „Leads“ und ein „Leads Center“, aus dem sich Kontakte exportieren oder ans CRM schicken lassen, laut X-Mail auch über HubSpot, Salesforce und Zapier. Einsatzbeispiele sind Demo-Termine, E-Mail-Listen, Angebotsanfragen, Webinar-Anmeldungen und Gewinnspiele. Das Format kennen Marketer von Twitter, das es 2016 eingestellt hatte. Ob X damit qualifizierte Kontakte liefert, muss sich im Vergleich zu Lead-Formularen bei Meta und Google zeigen.

LinkedIn: Mehr Daten für Creator:innen

LinkedIn hat erläutert, wie die neuen Analysen für Creator:innen funktionieren. Eine neue Tabelle zeigt pro Beitrag Impressionen, Aufrufe und Wiedergabezeit auf einen Blick. Neu ist die Kennzahl „Speichern und Senden“: Wie viele Menschen einen Beitrag gespeichert oder an jemanden weitergeleitet haben. Dazu kommt die Aufschlüsselung der Aufrufe nach Kontakten und Nicht-Kontakten, die zeigt, wie weit ein Beitrag über das eigene Netzwerk hinaus wirkt. LinkedIn will beobachten, wie die Kennzahlen genutzt werden, und entwickelt weitere Möglichkeiten, mit Inhalten Geld zu verdienen. Für Unternehmen helfen die Daten dabei, Content gezielt auf Reichweite im fremden Netzwerk und auf Weitergabe auszurichten.

ChatGPT Images 2.6: Animierte GIFs

Mit dem neuen Bildmodell Images 2.6 erstellt ChatGPT aus einer Beschreibung oder einem Foto animierte GIFs. Tempo und einzelne Einzelbilder lassen sich anpassen, die Figuren bleiben dank guter Konsistenz über die Bilder erkennbar, ähnlich einem Daumenkino. OpenAI nennt als Einsatz persönliche Reaktionen, Marken-Maskottchen und Produktbilder. Dazu kommen gespeicherte Referenzbilder und zwei neue Modelle für Entwickler:innen („Flare“ für Effizienz, „Sunburst“ für höhere Qualität), die nach OpenAI-Angaben rund 50 Prozent schneller sind. Images 2.6 ist weltweit in ChatGPT und Codex in allen Tarifen verfügbar, die GIF-Funktion folgt schrittweise. Nach OpenAI werden inzwischen mehr als vier Milliarden Bilder pro Woche erzeugt, eine Milliarde mehr als im September.

Bei Schrift, komplexen Layouts und der Konsistenz von Figuren hat das Modell weiterhin Schwächen. Zur Kennzeichnung nutzt OpenAI C2PA-Metadaten und unsichtbare SynthID-Wasserzeichen. Unklar ist bisher, wie lang GIFs sein dürfen, wie viele pro Tarif möglich sind und wie GIFs mit realen Personen abgesichert sind. Wer Animationen für Marke oder Kampagne einsetzt, sollte Rechte und Kennzeichnung prüfen.

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