Bildungsurlaub: Nutze Deine Chance auf eine bezahlte Weiterbildung


Was versteht man unter dem Begriff „Bildungsurlaub“?
Gesetzlich geregelt
Zusätzliche Tage
Bezahlte Freistellung
Arbeitsort zählt
Bildungsurlaub: Welche Regeln gelten in Deinem Bundesland?

Bildungszeit in Berlin
5 Tage Anspruch pro Jahr / Nach 6 Monaten Beschäftigung.

Bildungszeit in Bremen
10 Tage Anspruch in 2 Jahren / Nach 6 Monaten Beschäftigung

Bildungsurlaub in Hamburg
10 Tage Anspruch in 2 Jahren (12 Tage bei 6-Tage-Woche) / Nach 6 Monaten Beschäftigung

Bildungsurlaub in Niedersachsen
5 Tage Anspruch pro Jahr / Nach 6 Monaten Beschäftigung

Bildungszeit in Rheinland-Pfalz
5 Tage Anspruch pro Jahr (bzw. 10 Tage in 2 Jahren) / Nach 6 Monaten Beschäftigung in Betrieben mit mehr als 5 Beschäftigten

Bildungsfreistellung im Saarland
5 Tage Anspruch pro Jahr / Nach 12 Monaten Beschäftigung

Bildungsfreistellung in Sachsen-Anhalt
5 Tage Anspruch pro Jahr / Nach 6 Monaten Beschäftigung

Bildungsfreistellung in Thüringen
5 Tage Anspruch pro Jahr / Nach 6 Monaten Beschäftigung

Weiterbildung in Schleswig-Holstein
5 Tage Anspruch pro Jahr / Nach 6 Monaten Beschäftigung

Arbeitnehmerweiterbildung in Nordrhein-Westfalen
Anerkennung beantragt

Bildungszeit in Brandenburg
Anerkennung beantragt

Bildungszeit in Baden-Württemberg
Anerkennung beantragt
Wann wird eine Weiterbildung als Bildungsurlaub anerkannt?
Jedes Bundesland benennt eine eigene zuständige Stelle, die über die Anerkennung einer Weiterbildung als Bildungsurlaub entscheidet. Der Bildungsträger stellt bei dieser Stelle einen Antrag für die jeweilige Veranstaltung.
Über alle Bundesländer hinweg gelten folgende Kriterien:
- Die Weiterbildung muss der beruflichen oder politischen Bildung dienen und darf keine reine Freizeitveranstaltung sein. Inhalte müssen einen erkennbaren Bezug zum Berufsleben oder zur gesellschaftlichen Teilhabe haben.
- Der Veranstalter muss die Rahmenbedingungen des jeweiligen Landesgesetzes erfüllen, etwa zu Mindestdauer, Ankündigung und Programmbeschreibung der Veranstaltung.
- Die Anerkennung gilt für die konkrete Veranstaltung, nicht pauschal für den Anbieter. Ein bereits anerkannter Kurs muss bei inhaltlicher Änderung erneut geprüft werden.
Diese Distart-Kurse kannst Du per Bildungsurlaub belegen
Im kostenfreien Beratungsgespräch klären wir gemeinsam, welcher Kurs zu Deinem Vorhaben passt und wie der Bildungsurlaub in Deinem Bundesland konkret beantragt wird.
KI im Arbeitsalltag
Social Media Marketing Fasttrack:
Häufig gestellte Fragen
„Bildungsurlaub“ ist ein gesetzlicher Anspruch auf bezahlte Freistellung für die berufliche Weiterbildung von Arbeitnehmer:innen. Während Du an einer anerkannten Weiterbildungsmaßnahme teilnimmst, erhältst Du weiterhin Dein gewohntes Gehalt; Deine regulären Urlaubstage bleiben vollständig erhalten. So kannst Du Dich beruflich und persönlich weiterentwickeln, ohne dafür Deinen Erholungsurlaub einsetzen zu müssen.
Gut zu wissen: Der Begriff „Bildungsurlaub“ wird häufig nur als Oberbegriff verwendet. Je nach Bundesland heißt dieser gesetzliche Anspruch beispielsweise „Bildungszeit“, „Bildungsfreistellung“, „Arbeitnehmerweiterbildung“ oder einfach nur „Weiterbildung“. Inhaltlich verfolgen sie jedoch dasselbe Ziel: bezahlte Freistellung für anerkannte Weiterbildungen.
In 14 von 16 Bundesländern besteht derzeit ein gesetzlicher Anspruch auf Bildungsurlaub bzw. die entsprechende Bildungsfreistellung. Ausgenommen sind aktuell Bayern, wo es kein entsprechendes Landesgesetz gibt, sowie Sachsen, wo der gesetzliche Anspruch erst ab 2027 eingeführt werden soll.
Wähle den Kurs „KI im Arbeitsalltag“, wenn Du KI-Werkzeuge wie ChatGPT sicher für Texte, Recherche und kreative Aufgaben einsetzen willst. Nimm den Kurs „Social Media Marketing Fasttrack“, wenn Du Deinen Social Media Auftritt strategisch aufbauen und Content mit Canva professionell produzieren willst. Beide Kurse dauern 5 Tage, sind gleichermaßen anerkannt und brauchen keine Vorkenntnisse.
Grundsätzlich hast Du einen gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub. Dein Arbeitgeber kann den Bildungsurlaub nur aus wichtigen betrieblichen Gründen ablehnen, etwa wenn in Deiner Abteilung zum gewünschten Zeitraum ein Personalengpass besteht, das betriebliche Kontingent an Freistellungen für diesen Zeitraum bereits ausgeschöpft ist oder eine besonders arbeitsintensive Phase keinen Aufschub zulässt. Eine Ablehnung muss Dir Dein Arbeitgeber immer schriftlich und rechtzeitig vor Beginn der Weiterbildung mitteilen.
Die Anerkennung erfolgt durch eine vom jeweiligen Bundesland benannte Stelle, häufig eine Bezirksregierung, ein Landesamt oder die zuständige Senatsverwaltung. Sie prüft, ob die Weiterbildung der beruflichen oder politischen Bildung dient und die formalen Vorgaben des Landesgesetzes erfüllt.
Der Sächsische Landtag hat am 04.02.2026 das Qualifizierungszeitgesetz beschlossen, das ab dem 01.01.2027 in Kraft tritt und Beschäftigten in Sachsen einen Anspruch auf 3 Tage bezahlte Freistellung pro Jahr für berufliche Qualifizierung einräumt. Bis dahin bleibt Sachsen neben Bayern das einzige Bundesland ohne gesetzlichen Anspruch.

