OpenAI und Getty Images arbeiten künftig zusammen. Die beiden Unternehmen haben eine mehrjährige Partnerschaft geschlossen, durch die lizenzierte Inhalte von Getty Images in ChatGPT angezeigt werden sollen. Konkret geht es um Such- und Discovery-Erlebnisse innerhalb von ChatGPT. Nutzende sollen dort künftig nicht nur Textantworten erhalten, sondern auch passende visuelle Inhalte aus den lizenzierten Getty-Bibliotheken sehen können.
Relevanz
Der Schritt ist spannend, weil er zwei große Themen verbindet: KI-Suche und Bildrechte. Getty Images gehört zu den bekanntesten Anbietern für professionelle Fotos, Videos und redaktionelles Bildmaterial. OpenAI wiederum baut ChatGPT immer stärker zu einem Such- und Recherchetool aus. Mit Getty-Inhalten könnten Antworten visueller, journalistischer und besser belegbar wirken.
Für Nutzende bedeutet das: Wer in ChatGPT nach Ereignissen, Orten, Personen oder visuellen Kontexten sucht, könnte künftig lizenzierte Bilder direkt in den Ergebnissen sehen.
Für Getty bedeutet der Deal: Das Unternehmen bringt seine Bildbibliothek in ein stark wachsendes KI-Umfeld ein, ohne die Kontrolle über professionelle Inhalte komplett abzugeben.
Wichtig: Es geht um Anzeige, nicht automatisch um Training
Die offizielle Mitteilung spricht davon, dass Getty-Inhalte in ChatGPT angezeigt werden sollen. Ob die Bilder auch für das Training von OpenAI-Modellen genutzt werden dürfen, wurde nicht klar bestätigt. Das ist ein wichtiger Unterschied. Denn bei KI und Bildrechten geht es nicht nur darum, wo Bilder erscheinen. Entscheidend ist auch, ob Inhalte zur Entwicklung oder zum Training von Modellen verwendet werden. Gerade Getty Images hatte in der Vergangenheit eine klare Haltung gegenüber unlizenzierter KI-Nutzung und ging rechtlich gegen Stability AI vor.
Der neue Deal zeigt deshalb: Der Markt bewegt sich stärker in Richtung Lizenzmodelle.
Was das für Marken und Content-Teams bedeutet
Für Marketing-Teams ist die Entwicklung relevant, weil KI-Suche visueller wird. ChatGPT könnte künftig stärker zur Rechercheplattform werden, in der Bilder, Quellen und Kontext enger zusammenlaufen. Das verändert auch die Art, wie Inhalte gefunden und bewertet werden. Professionelle Bilder bekommen in KI-Erlebnissen mehr Sichtbarkeit. Gleichzeitig wächst der Druck auf Marken, eigene visuelle Inhalte sauber zu lizenzieren, zu kennzeichnen und strategisch einzusetzen.
Wer mit KI-Tools arbeitet, sollte deshalb genau prüfen:
- Woher stammen verwendete Bilder?
- Welche Nutzungsrechte gelten?
- Werden Inhalte nur angezeigt oder auch weiterverarbeitet?
- Dürfen Bilder für kommerzielle Zwecke genutzt werden?
- Ist eine Kennzeichnung notwendig?
Gerade im Marketing kann „schnell gefunden“ sonst schnell zu „rechtlich schwierig“ werden.
Unser Fazit
Der Deal zwischen OpenAI und Getty Images ist kein kleines Bild-Update. Er zeigt, wie wichtig lizenzierte Inhalte für KI-Produkte werden. ChatGPT soll visueller werden. Getty möchte seine professionellen Inhalte in der KI-Suche positionieren. Und für Unternehmen wird klar: Bildrechte bleiben auch im KI-Zeitalter ein zentrales Thema. Für Content-Teams heißt das: KI kann Recherche und visuelle Orientierung erleichtern. Die Verantwortung für rechtssichere Nutzung, Quellenprüfung und Markenqualität bleibt trotzdem beim Menschen.

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