OpenAI hat mit GPT-6.1 Terra ein neues Mittelklasse-Modell veröffentlicht, das halb so viel kostet wie der Vorgänger. Eine Studie in Nature Human Behaviour zeigt außerdem, dass KI Beschäftigten bei neuen Aufgaben hilft, das Wissen aber nicht automatisch bleibt.
Das Thema kurz und kompakt
- GPT-6.1 Terra kostet 1 US-Dollar pro Million Eingabe- und 5 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token, halb so viel wie GPT-5.6 Terra bei den Eingaben und rund 58 Prozent weniger bei den Ausgaben.
- Im unabhängigen Intelligence Index von Artificial Analysis erreicht Terra 48 Punkte, zwischen GPT-6.1 Sol (52) und GPT-5.6 Terra (42). Die Kosten pro Aufgabe sinken von 1,40 auf 0,40 US-Dollar.
- OpenAI bewirbt Terra vor allem für die Bedienung von Computern und Software. Für die schwierigsten Programmieraufgaben empfiehlt es weiterhin GPT-6.1 Sol und GPT-6 Astra.
- Laut einer Studie mit 487 Unternehmensberater:innen hilft ChatGPT bei Aufgaben außerhalb der eigenen Fähigkeiten, ohne das Tool bleibt das Wissen aber nicht hängen.
- Wer KI-Werkzeuge nicht nur nutzen, sondern auch wirklich verstehen möchte, findet in der KI Prompt Engineering-Weiterbildung von Distart die passende Grundlage.
GPT-6.1 Terra: Mittelklasse zum halben Preis
OpenAI hat GPT-6.1 Terra am 26. Oktober veröffentlicht. Das Modell steht in ChatGPT Work und Codex für Plus, Pro, Enterprise und Edu bereit sowie in der API als „gpt-6.1-terra“. Es kostet 1 US-Dollar pro Million Eingabe- und 5 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token. Zum Vergleich: GPT-5.6 Terra lag bei 2 und 12 US-Dollar, GPT-6.1 Sol bei 2 und 10, Claude Sonnet 5.5 bei 2 und 10. Gespeicherte Eingaben kosten nur noch 0,05 statt 0,20 US-Dollar.
Die unabhängigen Tests von Artificial Analysis zeigen einen Sprung: Mit maximaler Rechenleistung legt Terra gegenüber dem Vorgänger 6 Punkte im Intelligence Index zu, bei niedrigeren Stufen sogar 7 bis 13. Eine Aufgabe im Index kostet 0,40 statt 1,40 US-Dollar, GPT-6.1 Sol kommt auf 0,72. Das Modell halluziniert laut Tests deutlich weniger als der Vorgänger. Die besten Preis-Leistungs-Werte erzielen die niedrige und die mittlere Stufe. Bei der Bedienung von Computern liegt Terra nach Angaben von OpenAI nahe an den größeren Modellen und erledigt Aufgaben mehr als dreimal schneller als Astra und Sol. Das sind Herstellerangaben.
Zur Einordnung: Der „halbe Preis“ gilt pro Token. Pro fertiger Aufgabe sparst Du gegenüber Sol rund 44 Prozent, weil Terra bei maximaler Stufe etwas mehr Token braucht. Wer viele Anfragen schickt, sollte deshalb Kosten pro Aufgabe rechnen, nicht nur Token-Preise.
Studie: KI hilft, aber das Wissen bleibt nicht hängen
Eine Studie in Nature Human Behaviour, die am 26. Oktober erschienen ist, hat getestet, wie sich Beschäftigte mit KI weiterentwickeln. 487 Unternehmensberater:innen bekamen Zugang und eine Schulung zu ChatGPT und sollten Data-Science-Aufgaben lösen, die außerhalb ihrer Fähigkeiten liegen und die ChatGPT nicht allein lösen kann. Die Forschenden vergleichen KI mit einem „Exoskelett“: Sie steigert die Leistung, solange man sie nutzt. Das Ergebnis: Mit KI lösten die Berater:innen die Aufgaben besser, aber ohne das Tool war das Wissen nicht dauerhaft erhöht. Wer die KI wegnimmt, steht also wieder am Anfang.
Fazit
- GPT-6.1 Terra halbiert die Token-Preise der Mittelklasse und bleibt bei der Leistung nah an Sol
- Pro fertiger Aufgabe fällt die Ersparnis etwas geringer aus als der Token-Preis, die niedrigen und mittleren Stufen sind am günstigsten
- KI steigert die Leistung bei neuen Aufgaben, bleibende Fähigkeiten entstehen dadurch laut Studie nicht automatisch

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