Meta bringt Edits auf Apples neues faltbares iPhone Duo und testet eine Desktop-Version. Werbetreibenden rät Meta zu mehr Geduld bei laufenden Kampagnen, und die umstrittene Crawling-Klausel in den Geschäftsbedingungen tritt erst am 20. November in Kraft.
Das Thema kurz und kompakt
- Edits gibt es jetzt in einer eigenen Version für das iPhone Duo, bei der sich Zeitleiste und Vorschau nebeneinander anzeigen lassen.
- Eine Desktop-Version von Edits testen ausgewählte Creator:innen, einen Starttermin nennt Meta nicht.
- Meta rät Werbetreibenden, Kampagnen genug Laufzeit und Daten zu geben, bevor sie Änderungen vornehmen.
- Metas neue Geschäftsbedingungen mit Crawling-Klausel gelten nicht ab dem 30. Oktober, sondern erst ab dem 20. November, der Wortlaut ist unverändert.
- Wer solche Plattform-Updates für die eigene Strategie nutzen möchte, findet in der Social Media Management-Weiterbildung von Distart die passende Grundlage.
Edits: Neue Version für iPhone Duo, Desktop im Test
Mit dem größeren, anpassbaren Bildschirm des iPhone Duo lassen sich Zeitleiste und Vorschau nebeneinander anzeigen, je nach Ausrichtung des Geräts passt sich die Oberfläche an. Parallel testet Meta die Desktop-Version von Edits, die der Konzern im Juni angekündigt hat. Ausgewählte Creator:innen können bereits mit einer Live-Version arbeiten, einen Starttermin für alle gibt es nicht. Instagram-Chef Adam Mosseri sagte, er erwarte, dass die Desktop-Version zur Grundlage für viele weitere interessante Funktionen wird. Für Social-Media-Teams ist die Desktop-Version interessant, weil Projekte sich zwischen Handy und Computer synchronisieren sollen.
Meta: Kampagnen Zeit zum Lernen geben
In einem neuen Leitfaden für das Weihnachtsgeschäft rät Meta, jede Kampagne klar an Geschäftszielen auszurichten und ihr genug Laufzeit zu geben. Viele Werbetreibende reagierten zu früh auf Schwankungen, so Meta. Das System habe dann zu wenig Zeit, die beste Ausspielung zu finden, und die Ergebnisse werden schwer lesbar. Wer nach den ersten Tagen Anzeigen und Zielgruppen ändert, rät laut Meta nur herum. Als Faustregel gilt bei Meta seit Längerem: Ein Anzeigensatz verlässt die Lernphase, wenn er innerhalb von sieben Tagen rund 50 Optimierungsereignisse gesammelt hat. Größere Änderungen starten sie neu. Der Rat hat einen Haken: Er setzt Vertrauen in Metas Systeme voraus, und Wartezeit kostet bei schlechter Performance Geld. Sinnvoll ist deshalb, vorher Ziele, Budget und Erfolgsmaß festzulegen.
Update: Meta verschiebt die Crawling-Klausel auf den 20. November
Wir hatten berichtet, dass Meta mit neuen Geschäftsbedingungen Websites auslesen darf, die zu Geschäftskonten gehören. Meta hat den Start jetzt vom 30. Oktober auf den 20. November verschoben, „um mehr Zeit zu geben, Partnern zu erklären, was sich ändert und was nicht”. Zuvor hatte der Verband News/Media Alliance, der mehr als 2.000 US-Verlage vertritt, Mark Zuckerberg aufgefordert, die Klausel zurückzuziehen. Verlage und Werbetreibende haben zudem bei Wettbewerbsbehörden in der EU und in Großbritannien Beschwerde eingelegt, die EU-Kommission begrüßte die Verschiebung. Eine Änderung des Wortlauts gibt es nicht, und eine Behörde hat die Verschiebung nicht angeordnet. Meta betont, die Klausel betreffe nur Werbe- und Geschäftsprodukte. Offen bleibt, ob robots.txt das Auslesen begrenzt. Wer ein Meta-Geschäftskonto und eine Website hat, sollte den neuen Termin im Blick behalten. Eine rechtliche Beratung kann sinnvoll sein.



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