Das Thema kurz und kompakt
- Google Earth zog seine KI-Bildbearbeitung Nano Banana 2 nach nur zwei Tagen zurück – Nutzer:innen hatten damit täuschend echte Fake-Satellitenbilder erstellt.
- Google testet auf der Startseite eine Version ohne klassischen Suchbutton, bei einer kleinen Nutzergruppe.
- Die Gemini-App hat die Marke von 1 Milliarde monatlich aktiven Nutzer:innen geknackt und zieht damit mit ChatGPT gleich.
Google Earth zieht KI-Bildgenerator zurück
Mit Nano Banana 2 ließen sich in Google Earth per Texteingabe künstliche Inhalte auf echte Satellitenbilder legen. Das Problem zeigte sich sofort: Nutzer:innen umgingen die Sicherheitsvorkehrungen und erzeugten täuschend echte Fälschungen – vom umgekippten Eiffelturm bis zu frei erfundenen politischen Szenarien wie einem iranischen Atomkraftwerk. Selbst KI-Erkennungstools fielen darauf herein, obwohl Google die Bilder mit einem Wasserzeichen kennzeichnet. Google begründete den Rückzug damit, dass Nutzer:innen „Screenshots von generierten Bildern teilen, die anscheinend unsere Richtlinien verletzen“ – die Funktion ist pausiert, nicht gestrichen.
Suche ohne Suchbutton
Bei einer kleinen Testgruppe verschwindet auf der Google-Startseite der klassische Suchbutton. Übrig bleibt nur „AI Mode“, der eher wie ein Chatbot funktioniert. In einer zweiten Testvariante ersetzt Google den Button sogar durch drei KI-Funktionen: „Create images", „Ask about files“ und „Brainstorm“. Beide Tests sind offiziell bestätigt, ein breiter Rollout ist bisher nicht angekündigt.
Gemini-App knackt eine Milliarde Nutzer:innen
Die Gemini-App hat die Marke von 1 Milliarde monatlich aktiven Nutzer:innen überschritten – das 14. Google-Produkt mit dieser Reichweite und gleichauf mit ChatGPT. 63 Prozent der Nutzer:innen sprechen mittlerweile direkt mit der KI, täglich entstehen über die App mehr als 150 Millionen Bilder. Der separate „AI Mode“ in der Google-Suche hat ebenfalls bereits über eine Milliarde Nutzer:innen weltweit, wird aber nicht mitgezählt.
Fazit
- Google Earth musste ein KI-Feature wegen Desinformationsrisiken nach zwei Tagen zurückziehen
- Google testet eine Startseite ganz ohne klassischen Suchbutton
- Die Gemini-App knackt eine Milliarde Nutzer:innen und zieht mit ChatGPT gleich




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