KI-News: Gemini 4 Carbon führt den neuen Index, Zugang zunächst nur für Cyber-Verteidiger Künstliche Intelligenz | Für Unternehme

Kostenloses Erstgespräch

Google hat mit Gemini 4 Carbon ein neues Spitzenmodell vorgestellt, das im überarbeiteten Index von Artificial Analysis auf Platz 1 liegt, einen Punkt vor Claude Opus 5.5. Nutzen können es zunächst aber nur ausgewählte Cyber-Verteidiger:innen. Gleichzeitig verschiebt der neue Index die gesamte Rangliste.

Das Thema kurz und kompakt

  • Gemini 4 Carbon erreicht im Artificial Analysis Intelligence Index v5 59 Punkte und liegt damit knapp vor Claude Opus 5.5 (58) und GPT-6 Astra (57).
  • Bei Programmier-Agenten bleibt Claude Opus 5.5 vorn: Der Coding-Agent-Index sieht Claude Code mit Opus 5.5 bei 62 Punkten, Carbon bei 59.
  • Carbon kostet pro Aufgabe im Index 7,76 US-Dollar, rund 23 Prozent weniger als Opus 5.5 (10,04), aber etwa das 1,2-Fache von GPT-6 Astra (6,25).
  • Zugang gibt es zunächst nur für ausgewählte Cyber-Verteidiger:innen, ein Termin für API und Gemini-App fehlt.
  • Der Index v5 beruht zu 60 Prozent auf nicht öffentlichen Testdaten, die Werte sind mit älteren Versionen nicht vergleichbar.

Gemini 4 Carbon: Platz 1 mit einem Punkt Vorsprung

Google hat Gemini 4 Carbon am 28. Oktober angekündigt und nennt es sein bislang stärkstes Modell, nur zwei Wochen nach Gemini 4 Argon. Nach den unabhängigen Tests von Artificial Analysis liegt Carbon im Intelligence Index v5 mit 59 Punkten vorn und erzielt in vier der neun Einzeltests den Bestwert: HLE-Diamond, Terminal-Bench-Science, AA-Omniscience und AutomationBench-AA. Bei Programmier-Agenten liegt es auf Platz 2 hinter Claude Opus 5.5. Der Vorsprung im Gesamtindex beträgt nur einen Punkt, Unterschiede dieser Größe sollte man nicht überbewerten. Die Halluzinationsrate steigt von 4 Prozent bei Argon auf 11 Prozent, ist damit aber weiter die zweitniedrigste aller gemessenen Modelle.

Google hebt besonders die Fähigkeiten in der Cybersicherheit hervor: 88,2 Prozent beim Auffinden von Schwachstellen (SEC-bench Pro), 54,8 Prozent bei der Ausnutzung (ExploitGym) und 71 Prozent beim Beheben (CWE-bench). Das sind Googles eigene Angaben. Wegen dieser Fähigkeiten startet Carbon gestaffelt: zuerst für ausgewählte Cyber-Verteidiger:innen im Programm „Fairwind“, später für weitere vertrauenswürdige Partner. Für Entwickler:innen und Nutzer:innen der Gemini-App gibt es keinen Termin.

Preis: Einführungsangebot, dann doppelt so teuer

Google nennt für die API 2 US-Dollar pro Million Eingabe- und 10 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token, gespeicherte Eingaben sind 95 Prozent günstiger. Nach der Einführungsphase steigen die Preise auf 4 und 20 US-Dollar. Ein Enddatum nennt Google für Carbon nicht (bei Argon ist es der 30. November). Zum Vergleich: Claude Opus 5.5 kostet 4 und 20 US-Dollar. Die „23 Prozent günstiger“ beziehen sich auf die Kosten pro Aufgabe im Index bei Standardpreisen, nicht auf den Token-Preis.

Neuer Index: Warum sich das Ranking verschiebt

Artificial Analysis hat den Index am 27. Oktober grundlegend überarbeitet: Er beruht jetzt zu 60 Prozent auf privaten Testdaten oder zurückgehaltenen Antworten, damit Hersteller nicht auf die Tests hin optimieren können. Dazu kommen zwei neue und drei überarbeitete Tests. Das Ergebnis: Claude Opus 5.5 führte mit 58, vor GPT-6 Astra (57) und GPT-6.1 Sol (55), bis Carbon mit 59 hinzukam. Gemini 4 Argon kommt auf 50. Metas Muse Wonder Full fällt von 56 auf 50 Punkte. Besonders deutlich trifft es Modelle mit frei verfügbaren Gewichten: Der Abstand zum besten offenen Modell wächst von 3 auf 12 Punkte, wobei Kimi K3.1 Pro mit 46 vorn liegt, dessen Gewichte noch nicht veröffentlicht sind. Veröffentlichte Open-Weight-Modelle wie DeepSeek V4.1 Flash 1017 und GLM-5.3 erreichen 32 Punkte, weniger als Claude Haiku 5.5 mit 36.

Zwei Folgen für die Praxis: Erstens sind Werte aus früheren Versionen nicht mit den neuen vergleichbar. Alte Rankings und Preisvergleiche sollten entsprechend gekennzeichnet sein. Zweitens spielt die Rechenstufe eine größere Rolle: Claude Opus 5.5 erreicht auf niedriger Stufe 35 Punkte, auf maximaler 58, bei zehnmal so hohen Kosten pro Aufgabe (0,98 statt 10,04 US-Dollar). Wer Modelle vergleicht, sollte also immer Stufe und Kosten pro Aufgabe mit betrachten, nicht nur den Spitzenwert.

Fazit

  • Gemini 4 Carbon führt den neuen Index mit einem Punkt Vorsprung, bei Programmier-Agenten bleibt Claude Opus 5.5 vorn.
  • Zugang gibt es zunächst nur für ausgewählte Cyber-Verteidiger:innen, die Preise steigen nach der Einführungsphase auf das Doppelte.
  • Der neue Index beruht überwiegend auf privaten Tests, die Werte sind mit älteren Versionen nicht vergleichbar.

Mit Distart in die Welt der künstlichen Intelligenz einsteigen

Jetzt kostenlose Beratung sichern und Karriere starten! Lass Dich unverbindlich beraten, welche Weiterbildung perfekt zu Deinen Zielen passt und welche Förderung Dir möglicherweise zusteht. Wir begleiten Dich auf Deinem Weg in einen zukunftssicheren neuen KI-Beruf.

Vereinbare hier Dein kostenloses Erstgespräch