Meta bereitet einen kostenpflichtigen KI-Agenten für Verbraucher vor, OpenAI dreht bei ChatGPT Plus eine Nutzungsbremse wieder auf, Apple lässt Siri AI zum Start auf einer Warteliste warten, und Anthropic lässt Claude und Cowork sich jetzt ein gemeinsames Gedächtnis teilen.
Das Thema kurz und kompakt
- Meta bereitet laut internen Dokumenten eine KI-Agenten-Plattform namens Hatch vor, die Aufgaben bei Diensten wie DoorDash, Etsy oder Outlook selbstständig erledigen soll – Start in den kommenden Wochen, Premium-Stufe möglicherweise bis 199,99 US-Dollar pro Monat.
- OpenAI führt ab dem 26. August das 5-Stunden-Nutzungslimit für ChatGPT Plus in Work und Codex wieder ein, nach rund sechs Wochen ohne diese Bremse.
- Apple plant für den Start von Siri AI in iOS 27 eine Warteliste mit dynamischer Wartezeit-Anzeige – in der EU startet die neue Siri zunächst nur auf dem Mac.
- Anthropic lässt Claude und Cowork jetzt ein gemeinsames Gedächtnis teilen; sensible Themen wie Gesundheit oder politische Ansichten bleiben dabei standardmäßig ausgeschlossen.
Meta plant KI-Agenten-Plattform Hatch
Laut einem Bericht von The Information, der sich auf interne Dokumente stützt, bereitet Meta eine KI-Agenten-Plattform für Verbraucher:innen namens Hatch vor. Sie soll Aufgaben eigenständig auf externen Plattformen wie DoorDash, Etsy, Reddit, Yelp oder Microsoft Outlook erledigen – Nutzer:innen beschreiben ein Ziel, der Agent übernimmt den Rest. Technisch soll sich Hatch an OpenClaw orientieren, einem quelloffenen Agenten-Tool, das im November 2025 viral ging. Ein Start wird für Ende August oder Anfang September erwartet, für Oktober ist zusätzlich ein neues KI-Modell mit dem Codenamen „Watermelon“ geplant.
Bei der Monetarisierung denkt Meta offenbar in gestuften Abos. Ein Premium-Zugang mit höheren Nutzungslimits könnte bis zu 199,99 US-Dollar im Monat kosten. Da sich die Informationen auf eine einzelne Quelle stützen, sind die konkreten Details – gerade der genannte Preis – noch mit Vorsicht zu behandeln.
OpenAI bringt 5-Stunden-Limit zurück
Ab dem 26. August gilt für ChatGPT-Plus-Abonnent:innen in den Bereichen Work und Codex wieder ein zusätzliches 5-Stunden-Nutzungslimit, das parallel zum bestehenden Wochenlimit greift. Mitte Juli hatte OpenAI diese Bremse temporär aufgehoben, sodass nur noch das Wochenlimit zählte. Als Begründung nennt OpenAIs zuständiger Product Lead eine gleichmäßigere Auslastung der eigenen Server: Das kürzere Limit verteilt die Last besser und verhindert, dass insbesondere Gelegenheitsnutzer:innen ihr komplettes Wochenkontingent unbemerkt in kurzer Zeit aufbrauchen. Pro-Abonnent:innen, die 100 oder 200 US-Dollar im Monat zahlen, sind von der Änderung nicht betroffen. In der Community fielen die ersten Reaktionen auf die Rückkehr des Limits überwiegend negativ aus.
Siri AI startet mit Warteliste – in der EU vorerst nur auf dem Mac
In den aktuellen Betaversionen von iOS 27, iPadOS 27 und macOS Golden Gate haben Beta-Tester:innen Hinweise auf eine Warteliste für die neue Siri AI entdeckt. Nach der Anmeldung soll eine dynamische, serverseitig anpassbare Einschätzung der Wartezeit angezeigt werden; sobald der Zugang freigeschaltet ist, folgt eine Benachrichtigung. Ein konkretes Zeitfenster nennt Apple bislang nicht.
Für Nutzer:innen in der EU kommt eine zweite Einschränkung hinzu: Siri AI startet hier zunächst nicht auf iPhone und iPad, sondern ausschließlich auf dem Mac. Als Grund nennt Apple die europäischen Vorgaben zur Interoperabilität. Der öffentliche Start der neuen Betriebssysteme wird für September erwartet.
Claude und Cowork teilen sich jetzt ein Gedächtnis
Anthropic hat das Gedächtnis von Claude und dem eigenen Computer-Use-Agenten Cowork zusammengeführt. Bislang blieben Informationen aus einer Chat-Unterhaltung und aus einer Cowork-Sitzung getrennt – wer Claude in einem Gespräch etwas erklärt hatte, musste es Cowork oft erneut mitteilen. Mit dem Update fließen Informationen jetzt in beide Richtungen: Was in einem Chat zu einem Projekt besprochen wird, kennt Cowork bei der nächsten Aufgabe automatisch, und umgekehrt.
Technisch ändert sich auch, wie Erinnerungen entstehen: Statt eine Unterhaltung erst am Ende zusammenzufassen, ergänzt Claude relevante Themen jetzt direkt während des Gesprächs. Nutzer:innen sehen die gespeicherten Erinnerungen nach Themen sortiert in den Einstellungen und können sie dort einsehen, bearbeiten oder löschen, das Gedächtnis pausieren oder zurücksetzen. Sensible Themen wie Gesundheit, Ethnie, Religion, politische Ansichten oder Geschlechtsidentität speichert Claude standardmäßig nicht – das lässt sich über eine eigene Einstellung („sensible Themen im Gedächtnis einschließen“) aktivieren, inklusive Hinweis, sobald ein solches Thema gespeichert wird. Bestimmte Angaben wie Ausweisdokumente, Sozialversicherungsnummern oder der Einwanderungsstatus werden unabhängig von dieser Einstellung grundsätzlich nie gespeichert. Aktiv ist die Funktion standardmäßig für Free-, Pro- und Max-Konten, für Enterprise- und Teams-Konten bleibt sie zunächst deaktiviert und muss von der Organisation freigeschaltet werden.

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