Google verändert die Suche, Meta setzt auf KI-Kennzeichnung

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Google wird stärker zur Antwortmaschine. Meta stellt sich auf verbindlichere KI-Transparenz in Europa ein. Beide Entwicklungen treffen Marketing, SEO und Content-Teams direkt. Die eine Seite betrifft Reichweite. Die andere Seite betrifft Vertrauen.

Google liefert Antworten statt Klicks

Googles AI Overviews erscheinen laut Similarweb inzwischen bei 43 Prozent aller Suchanfragen. Vor einem Jahr waren es noch 15 Prozent. Damit verändert sich die Rolle der Suche weiter. Google verweist nicht mehr nur auf Websites, sondern beantwortet Fragen direkt auf der Suchergebnisseite. Inhalte von Publishern, Shops und Marken werden weiterhin genutzt, führen aber seltener zu tatsächlichen Besuchen auf der ursprünglichen Seite.
Entscheidend wird, ob Inhalte in KI-Antworten vorkommen, korrekt zusammengefasst werden und trotzdem genug Grund zum Weiterklicken liefern. Klassische Keyword-Optimierung reicht dafür nicht aus. Inhalte müssen klar strukturiert, fachlich belastbar und eindeutig zuordenbar sein. Marken brauchen Antworten, die KI-Systeme verstehen und Menschen weiterhelfen.

AI Mode macht Suche dialogischer

Auch Googles AI Mode wächst deutlich. Die Besuche stiegen von 126 auf 279 Millionen. Anders als klassische Suchergebnisse funktioniert AI Mode stärker wie ein Gespräch: Nutzende stellen längere Fragen, haken nach und bewegen sich Schritt für Schritt durch ein Thema. Suchanfragen werden dadurch länger, konkreter und stärker problemorientiert. Wer gefunden werden will, muss nicht nur einzelne Begriffe abdecken, sondern ganze Entscheidungsprozesse: Fragen, Vergleiche, Einwände, Anwendungsfälle und nächste Schritte.

Meta setzt auf einheitliche KI-Kennzeichnung

Meta unterstützt den EU AI Act Code of Practice zur Transparenz KI-generierter Inhalte. Der Kodex soll einheitliche Standards für Kennzeichnungen schaffen und Anbieter von KI-Systemen auf die verbindlichen Transparenzpflichten vorbereiten. Meta arbeitet schon länger mit AI Labels auf Facebook, Instagram und Threads. Nach Kritik am Label „Made with AI“ wurde die Bezeichnung später zu „AI info“ geändert, weil viele Nutzende nicht erkennen konnten, ob ein Inhalt vollständig KI-generiert oder nur teilweise bearbeitet wurde.

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