Social-Media-News: Meta nennt Ergebnisse seiner KI-Anzeigen, LinkedIn wächst, Threads testet eigene Likes, YouTube gibt Spam-Kanälen 30 Tage

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Meta führt bessere Anzeigenergebnisse auf mehr Rechenleistung zurück, LinkedIn meldet mehr Mitglieder und mehr Nutzungszeit, Threads testet eigene Like-Buttons, und YouTube testet einen Ausweg für Kanäle, denen wegen Spam die Sperrung droht.

Das Thema kurz und kompakt

  • Meta nennt für das zweite Quartal 8,3 % mehr Anzeigenklicks und 15,7 % mehr Conversions auf Facebook durch ein verbessertes Anzeigen-Ranking.
  • LinkedIn hat laut Microsoft-Quartalszahlen 1,4 Milliarden Mitglieder, die Nutzungszeit stieg um 15 %, Anzeigen mit Creator:innen um 63 %.
  • Threads testet eigene Like-Buttons mit Emoji, Sticker oder GIF in Südkorea, Brasilien und Indonesien.
  • YouTube testet für Kanäle, denen wegen Spam die Sperrung droht, eine 30-tägige Sperrfrist zum Bereinigen von Videos.
  • Wer solche Plattform-Updates für die eigene Strategie nutzen möchte, findet in der Social Media Management-Weiterbildung von Distart die passende Grundlage.

Meta: Mehr Rechenleistung, bessere Anzeigenergebnisse

In einer Mitteilung an Werbetreibende vom 28. Oktober führt Meta bessere Ergebnisse auf den Ausbau seiner Rechenkapazität und verbesserte KI-Systeme zurück. Im zweiten Quartal 2026 brachten Verbesserungen am Anzeigen-Ranking auf Facebook 8,3 Prozent mehr Klicks und 15,7 Prozent mehr Conversions. Im dritten Quartal kamen weitere Änderungen hinzu: Das System Andromeda, das als Erstes entscheidet, welche Anzeigen in Frage kommen, berücksichtigt nun mehr passende Produkte pro Unternehmen und steigerte allein die Facebook-Conversions um 1,4 Prozent. Zwei weitere Systeme (GEM und GenRecs) werten mehr Signale aus und erkennen auch bei neuen Anzeigen mit wenig Reaktionen, für wen sie relevant sind. Den KI-Geschäftsassistenten, der nach und nach mehr Werbetreibende erreicht, beziffert Meta mit 5 Prozent mehr Conversions bei gleichen Kosten. Zur Einordnung: Das sind Angaben von Meta selbst, ohne unabhängige Prüfung.

LinkedIn: Mehr Mitglieder, mehr Zeit, mehr Creator-Anzeigen

Aus den Quartalszahlen von Microsoft für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 nennt LinkedIn-Chef Dan Shapero mehrere Werte: Die Nutzungszeit stieg im Jahresvergleich um 15 Prozent, bezahlte Video-Anzeigen legten um 25 Prozent zu, Anzeigen mit Creator:innen um 63 Prozent. LinkedIn hat jetzt mehr als 1,4 Milliarden Mitglieder, nach 1,3 Milliarden im Vorquartal. Dazu testet die Plattform einen neuen „Netzwerk“-Reiter, damit Mitglieder leichter mit Bekannten interagieren. Wichtig für die Einordnung: Mitglieder sind nicht gleich aktive Nutzer:innen. In der EU, dem einzigen Markt mit Zahlen zu aktiven Nutzer:innen, liegt der Anteil seit Längerem bei rund 28 bis 30 Prozent der Mitglieder.

Threads: Eigener Like-Button

Threads testet, dass Nutzer:innen den Like-Button mit einem eigenen Bild oder einer Animation versehen: einem Emoji, Sticker oder GIF, das anderen angezeigt wird, wenn sie Beiträge liken. Die Einstellung hängt am Profil, nicht am einzelnen Beitrag. Der Test läuft bei ausgewählten Nutzer:innen in Südkorea, Brasilien und Indonesien, wie Threads-Chef Connor Hayes mitteilte. Marken könnten ihren Like-Button etwa an ein neues Produkt oder eine Aktion anpassen. Threads-Communities haben schon jetzt eigene Like-Emojis.

YouTube: 30 Tage Zeit, Spam-Verstöße zu bereinigen

Bisher drohte Kanälen mit wiederholten Spam-Verstößen die Sperrung: Nach drei Verwarnungen („Strikes”) innerhalb von 90 Tagen kann ein Kanal gelöscht werden. YouTube testet nun für bestimmte Spam-Verstöße einen Zwischenschritt. Betroffene Kanäle kommen in eine 30-tägige Sperrfrist, in der sie nichts hochladen und keine Kommentare schreiben können. In dieser Zeit können sie verstoßende Videos bearbeiten oder löschen oder die Entscheidung anfechten. Wer will, kann die gesamte Videobibliothek löschen und behält dafür Abonnent:innen, Kanalnamen und Partnerprogramm-Status. Dann bleiben allerdings leere Kanäle zurück. Die Teilnehmer:innen werden per E-Mail und in YouTube Studio auf dem Desktop informiert. Wer den Test betrifft und welche Verstöße zählen, hat YouTube nicht genau erklärt.

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