Meta bietet Marken neue Premium-Werbeplätze, die Videoschnitt-App Edits bekommt Audio-Links, LinkedIn führt digitale Visitenkarten ein, Metas KI-Assistent Muse zeigt seine Geschäfts-Einsätze, und YouTube testet KI-Antworten direkt in der Suche.
- Meta testet mit First Impression Ads den ersten Werbeplatz im Facebook-Feed, den pro Tag nur eine Marke buchen kann. Dazu kommt Ads Super Burst für kurze, intensive Werbephasen.
- Edits und Instagram bekommen anklickbare Audio-Links sowie die Funktion „Als Referenz verwenden“. Die Verknüpfung von Reels zu einer Serie endet am 28. Oktober.
- LinkedIn führt digitale Visitenkarten mit QR-Code ein, die sich im Handy-Wallet speichern lassen.
- Meta zeigt, wie kleine Unternehmen den KI-Assistenten Muse nutzen: vor allem zur Auswertung ihrer Meta-Anzeigen.
- YouTube testet KI-Antworten oben in den Suchergebnissen für ausgewählte Nutzer:innen in den USA.
Meta: Premium-Werbeplätze für Marken
Auf dem Brand Building Summit am 15. Oktober hat Meta drei Neuerungen vorgestellt. Ads Super Burst bündelt Werbedruck in einem kurzen Zeitraum, etwa rund um einen Produktstart oder ein großes Sportereignis, und sichert dafür bevorzugte Platzierung. Das ist ein teures Angebot. First-Impression-Ads geben einer Marke pro Tag die erste Anzeige, die Nutzer:innen beim Öffnen des Facebook-Feeds sehen, bislang als Test in den USA. LinkedIn, Snapchat und TikTok bieten Ähnliches schon an. Außerdem testet Meta Aggregated View Time, das zeigt, wie lange Menschen eine Video-Anzeige über einen Zeitraum hinweg insgesamt gesehen haben. Dazu gibt es für Reels Trending Ads jetzt 15 Standardthemen, neu etwa „Haus & Garten“ und spanischsprachige Inhalte.
Edits und Instagram: Audio-Links und Referenz-Reels
In Edits lassen sich jetzt anklickbare Audio-Links setzen: Wer sie antippt, hört den verwendeten Song oder Sound. Dazu kommen Kits, mit denen sich Stil-Vorlagen (Farben, Text, Untertitel, Audio) speichern und wiederverwenden lassen, zusätzliche Effekte und eine Themen-Übersicht für Accounts mit mehr als 10.000 Follower:innen. In Instagram gibt es die neue Funktion „Als Referenz verwenden“: Ein Reel unter 90 Sekunden öffnet sich in einem kleinen Fenster in der Kamera. So lässt sich eine Antwort aufnehmen, während das Original mitläuft. Das gibt es zunächst auf iOS, Android folgt. Dafür entfällt am 28. Oktober die Möglichkeit, Reels zu einer Serie zu verknüpfen.
LinkedIn: Digitale Visitenkarte fürs Handy
Mit der neuen Visitenkarte teilst Du Dein LinkedIn-Profil per Scan: Sie zeigt Foto, Berufsbezeichnung und einen QR-Code, lässt sich gestalten und im digitalen Wallet des Handys speichern. Das soll das Vernetzen nach Messen und Treffen erleichtern. Der Start erfolgt weltweit schrittweise in den nächsten Monaten. Ganz neu ist die Idee nicht: Schon 2018 gab es QR-Codes für Profile, nur ohne Gestaltungsmöglichkeit. Die Visitenkarte gehört zu einem Paket für Selbstständige und Gründer:innen, zu dem ein Test für einen Netzwerk-Feed und bezahlte Beratungsgespräche zählen.
Meta Muse: So nutzen Unternehmen den KI-Assistenten
Meta hat Muse Ende September in einer Version für kleine Unternehmen gestartet und zeigt jetzt typische Einsätze. Am häufigsten fragen Unternehmer:innen den Assistenten, welche ihrer Meta-Anzeigen am besten laufen und warum. Dazu erstellt Muse Kampagnen aus einer Kreativ-Vorgabe und hilft beim Einrichten von Produktkatalogen und Tracking. Manche Unternehmen verbinden Metas Werbe-Werkzeug mit Shopify, Canva und HighLevel zu einem durchgängigen Ablauf von der Produktanalyse bis zur Kampagne. Die meisten Funktionen sind kostenlos, bezahlte Stufen kosten bis zu 100 US-Dollar im Monat.
YouTube: KI-Antworten oben in der Suche
YouTube testet, KI-Antworten nicht nur im Chat „Ask YouTube“, sondern direkt in der normalen Suche zu zeigen. Ausgewählte angemeldete Desktop-Nutzer:innen in den USA sehen bei offenen Fragen, Anleitungen oder Fähigkeiten-Themen oben eine Antwort aus Text und wichtigen Videoausschnitten. Mit „Mehr anzeigen“ lässt sie sich ausklappen und mit Folgefragen vertiefen, die klassischen Video-Ergebnisse bleiben darunter erreichbar. Für Creator:innen und Marken heißt das: Gut erklärende Videos mit klaren Titeln und Inhalten haben bessere Chancen, in solchen Antworten aufzutauchen.
Fazit
- Meta verkauft Marken neue Premium-Plätze und testet eine Messung für längere Video-Wirkung
- Edits und Instagram bekommen Audio-Links und Referenz-Reels, Reel-Serien entfallen
- LinkedIn bringt digitale Visitenkarten, Metas Muse hilft kleinen Firmen vor allem bei der Anzeigen-Auswertung, YouTube testet KI-Antworten in der Suche





