Social-Media-News KW 41: Shorts belohnt Originale, Instagram arbeitet an Lesemodus, Muse sammelt viele Daten

Kostenloses Erstgespräch

YouTube verringert die Reichweite von Kanälen, die vor allem fremde Videos wiederverwenden. Instagram arbeitet intern an einem Lesemodus für Profile und bringt KI-Songs in die DMs. Und Metas KI-Agent Muse legt laut ausgelesenen Systemanweisungen Profile über Menschen im Umfeld seiner Nutzer:innen an.

Das Thema kurz und kompakt

  • YouTube passt die Shorts-Empfehlungen an: Originalinhalte werden bevorzugt, Re-Uploads ohne eigenen Mehrwert erhalten weniger Reichweite.
  • Instagram arbeitet intern an einem Read-only-Modus für Profile, der wohl Teil von Instagram Plus werden soll. Instagram betont: Es ist nur eine interne Erkundung, ein externer Test läuft nicht.
  • Instagram zeigt außerdem eine Option zum Erstellen von KI-Songs in den DMs, kostenlos und mit eigenen Lyrics.
  • Instagram testet eine Option, die App direkt im Reels-Feed zu öffnen, jederzeit mit Rückkehr zur gewohnten Ansicht.
  • Meta Muse hat mehr als 5 Millionen Downloads erreicht, gleichzeitig zeigen ausgelesene Systemanweisungen, dass der Agent Seiten über Personen im Umfeld der Nutzer:innen anlegen kann.
  • Für die praktische Einordnung solcher Entwicklungen: Social Media Management-Weiterbildung von Distart.

YouTube Shorts: Originale statt Re-Uploads

YouTube hat angekündigt, die Empfehlungssysteme für Shorts anzupassen. Kanäle, die vor allem fremde Videos ohne wesentliche Änderungen wieder hochladen oder zusammenstellen, werden im Shorts-Feed voraussichtlich weniger ausgespielt. Wer Clips anderer Creator:innen nutzt, soll echten Mehrwert liefern: eigenen Kommentar, eigene Schnitte oder eine eigene Erzählung. Kleine technische Anpassungen oder Template-Änderungen reichen nicht aus. Vor allem sogenannte Clipping-Kanäle, die Ausschnitte aus Podcasts, Interviews und Livestreams republizieren, dürften das spüren.

Instagram geht ähnlich vor: Dort werden Inhalte von Aggregator-Accounts seit April nicht mehr in den Entdeckungsbereichen empfohlen.

Instagram: Lesemodus und KI-Songs

Die App-Forscher:innen-Szene hat in Instagram einen Read-only-Modus entdeckt. Wer ein Profil so ansieht, kann nicht liken, kommentieren, Nachrichten schreiben, folgen oder Stories ansehen. Versehentliche Likes auf alte Beiträge sind damit ausgeschlossen. Der Modus scheint ein Extra für Instagram Plus zu sein. Instagram bestätigt gegenüber Medien allerdings nur eine interne Erkundung, es gibt keinen externen Test und keinen Starttermin. Als anonymen Modus sollte man ihn nicht verstehen, denn es sind lediglich bestimmte Interaktionen gesperrt.

Ebenfalls neu: In den DMs taucht bei ersten Nutzer:innen die Option „Song erstellen“ auf. Man gibt Lyrics ein, wählt ein Genre, und Meta AI erzeugt daraus einen Song zum Verschicken. Snapchat bietet mit „Snap to Song“ Ähnliches an, dort allerdings nur für zahlende Nutzer:innen. Offen ist, ob sich die Songs auch außerhalb des Chats speichern lassen.

Instagram arbeitet außerdem an einer Option, mit der sich die App direkt im Reels-Feed statt im klassischen Beitrags-Feed öffnet. Entdeckt hat sie der App-Forscher Radu Oncescu. Nutzer:innen könnten jederzeit zur gewohnten Ansicht zurückwechseln, die Stories-Leiste bleibt über dem Reels-Feed sichtbar. Ein Starttermin ist nicht bekannt.

Muse sammelt viele Daten

Der KI-Agent Muse ist weiter beliebt und hat mehr als 5 Millionen Downloads erreicht. Gleichzeitig lenken ausgelesene Systemanweisungen den Blick auf die Datensammlung: Ein stündlicher Prozess soll für jede Person im Leben der Nutzer:innen eine eigene Seite anlegen, etwa für Familie, Partner:innen, Freund:innen, Kolleg:innen und Menschen, denen man folgt. Darin stehen Name, Beziehung, wiederkehrende Themen und wichtige Daten wie Geburtstage. Betroffen können auch Menschen sein, die Muse selbst gar nicht nutzen. Unklar bleibt, wie umfangreich diese Profile im Alltag tatsächlich gefüllt werden.

Eine Analyse von Surfshark zählt für Muse 31 von 35 möglichen Datentypen aus Apples Datenschutzlabel, im Schnitt der untersuchten KI-Apps sind es 13. Meta betont, dass Muse-Gespräche und Daten in der dem Nutzer zugeordneten virtuellen Maschine nicht an Werbesysteme gehen. Interaktionen können allerdings zum Training von KI-Modellen genutzt werden, ein Opt-out ist möglich. Wer solche Agenten im Unternehmen einsetzt oder beobachtet, sollte Datenfreigaben bewusst prüfen.

Als Social Media Manager arbeiten

Das Verfassen von Newslettern ist nur einer der möglichen Aspekte im Social Media Management. Als Social Media Manager sorgst Du für einen gelungenen Online-Auftritt eines Unternehmens und arbeitest in einer zukunftsträchtigen Branche. Die Ausbildung bei Distart dauert etwa drei bis sechs Monate und wird vom Staat finanziert – wenn Du die Voraussetzungen erfüllst sogar zu 100 %. Falls Du neugierig bist: Alle Infos dazu gibt’s bei uns.

Vereinbare hier Dein kostenloses Erstgespräch