Neueste KI-Modelle können weit mehr als nur Text verarbeiten. Sie lesen Dokumente, analysieren Bilder und verarbeiten Audiodateien. Wer weiß, wie man diese Eingaben sinnvoll kombiniert, arbeitet schneller und präziser im Berufsalltag. Die Distart-Weiterbildung „KI & Prompt Engineering“ vermittelt genau diese Kompetenz – praxisnah, ohne Vorwissen, förderbar über den Bildungsgutschein.
Das Thema kurz und kompakt
- Multimodale Prompts kombinieren verschiedene Eingabetypen – Text, Bild, Audio, Dokument – in einer einzigen Anfrage an ein KI-Modell. Das erlaubt es, Informationen direkt in dem Format zu übergeben, in dem sie vorliegen.
- Tools wie ChatGPT, Google Gemini und Claude unterstützen multimodale Eingaben, teilweise bereits im kostenlosen Tarif. Die Unterschiede liegen vor allem darin, welche Eingabetypen jeweils unterstützt werden und wie gut die Ergebnisse ausfallen.
- Der praktische Nutzen liegt im Berufsalltag: Dokumente auswerten, Sprachnotizen strukturieren, Tabellen analysieren – ohne Abtippen, ohne Programmierkenntnisse. Viele Aufgaben, die vorher mehrere Schritte brauchten, lassen sich so in einem einzigen Prompt lösen.
- Multimodale Kompetenz ist der nächste Schritt nach Text-Prompting und noch nicht weit verbreitet. Wer diese Fähigkeit heute aufbaut, hebt sich in vielen Berufsfeldern von anderen Bewerberinnen und Bewerbern ab.
Was sind multimodale Prompts?
Bei einem klassischen textbasierten Prompt wird die Anweisung an das KI-Modell in Schriftform gegeben. Bei einem multimodalen Prompt hingegen kommt mindestens ein weiterer Eingabetyp dazu, bspw. ein Bild, ein Dokument oder eine Audiodatei.
Das Modell verarbeitet alle Eingaben gemeinsam und antwortet auf Basis aller Informationen. Es „sieht“ das Bild, „liest“ das Dokument oder „hört“ die Aufnahme – nicht als getrennte Vorgänge, sondern als einen kombinierten Kontext.
Ein einfaches Beispiel: Du fotografierst einen handgeschriebenen Notizzettel und schreibst dazu: „Mach daraus eine strukturierte To-do-Liste.“ Das Modell liest den Text im Bild und gibt Dir eine gegliederte Aufgabenliste zurück. Was früher manuelles Abtippen erfordert hätte, dauert so nur wenige Sekunden.
Welche Eingabetypen kannst Du kombinieren?
Moderne KI-Modelle unterstützen drei grundlegende Eingabetypen, je nach Tool und Tarif in unterschiedlichem Umfang.
Bilder und Fotos
Screenshots, Fotos, Grafiken, handgeschriebene Notizen, Diagramme – all das können KI-Tools wie ChatGPT oder Gemini als Eingabe verarbeiten. Es beschreibt, was es sieht, extrahiert Text, erklärt Inhalte oder identifiziert Fehler in einem Schaubild. Praktisch ist das überall dort, wo Informationen visuell vorliegen und Du sie nicht erst abtippen willst.
Dokumente und Tabellen
PDFs, Word-Dateien und Excel-Tabellen lassen sich direkt hochladen oder als Screenshot einfügen. Das Modell kann Inhalte zusammenfassen, Abschnitte erklären, Zahlen aus Tabellen auslesen oder verschiedene Dokumente miteinander vergleichen. Wer regelmäßig mit langen Dokumenten arbeitet, kann damit erheblich Zeit sparen.
Audio und Sprache
Sprachnotizen, kurze Aufnahmen, eigene Memos – einige Modelle nehmen Audiodateien direkt entgegen und transkribieren sie. Andere benötigen zunächst eine Textumwandlung. Das Ergebnis ist in beiden Fällen dasselbe: Du sprichst eine Idee ein, die KI strukturiert daraus einen Text.
Nicht jedes Modell unterstützt alle drei Eingabetypen im kostenlosen Tarif. Welche Tools was können, dazu gleich mehr.

Fünf Anwendungsbeispiele aus dem Berufsalltag
Multimodale Prompts sind nicht nur eine nette Spielerei. Hier sind fünf Situationen, in denen sie konkret helfen:
- Bewerbungsunterlagen analysieren. Du lädst Deinen Lebenslauf als PDF hoch und fügst den Text einer Stellenausschreibung ein. Die KI gleicht beides ab und zeigt Dir, welche Formulierungen zum Job passen und welche Qualifikationen in Deinem Lebenslauf fehlen oder zu schwach betont sind.
- Rechnung oder Kassenbon verarbeiten. Du fotografierst einen Beleg mit dem Smartphone. Die KI liest Datum, Betrag und Kategorie aus und gibt Dir eine strukturierte Ausgabe zurück – nützlich, wenn Du Ausgaben dokumentieren oder kategorisieren musst.
- Sprachnotizen in strukturierten Text umwandeln. Du nimmst eine Idee, einen Entwurf oder eine Aufgabe per Handy auf. Die KI transkribiert die Aufnahme und gliedert daraus einen kohärenten Text.
- Tabellen und Dashboards auswerten. Du machst einen Screenshot einer Excel-Tabelle oder einer Auswertung und fragst die KI, was auffällt. Sie benennt Ausreißer, fehlende Werte oder mögliche Fehler – ohne dass Du die Daten erst abtippen musst.
- Präsentationsstruktur aus einer Audionotiz entwickeln. Du beschreibst per Sprachaufnahme, was eine Folie zeigen soll. Die KI strukturiert den Inhalt, schlägt eine Gliederung vor und formuliert Stichpunkte für jede Sektion.
Wie Du einen multimodalen Prompt richtig formulierst
Einen Screenshot hochladen und „Was siehst du?" fragen, kann funktionieren. Allerdings werden die Ergebnisse deutlich besser, wenn Du Deinen Prompt gezielt aufbaust. Drei Prinzipien helfen dabei:
1. Kontext benennen
Erkläre kurz, was Du der KI gibst und in welchem Zusammenhang. Das Modell interpretiert eine Eingabe nicht automatisch richtig – es braucht einen Rahmen.
Statt: „Schau dir das an."
Besser: „Das ist ein Screenshot meiner monatlichen Ausgabenübersicht. Ich möchte verstehen, in welchen Kategorien ich am meisten ausgebe."
2. Eine konkrete Aufgabe stellen
Offene Fragen liefern offene Antworten. Je präziser die Aufgabe, desto verwertbarer das Ergebnis.
Statt: „Was fällt dir auf?"
Besser: „Extrahiere alle Positionen mit mehr als 50 Euro und sortiere sie absteigend nach Betrag."
3. Das Ausgabeformat vorgeben
Wenn Du weißt, wie das Ergebnis aussehen soll, sag es. Das spart Nachfragen und gibt dir direkt nutzbare Ausgaben.
Statt: „Fass das zusammen."
Besser: „Fass das in drei Stichpunkten zusammen, die ich direkt in eine E-Mail einfügen kann."
Diese drei Prinzipien gelten unabhängig davon, ob Du ein Bild, ein Dokument oder eine Audioaufnahme als Eingabe verwendest. Sie sind der Unterschied zwischen einem Ergebnis, das Du erneut nachbearbeiten musst, und einem, das direkt passt.
Welche KI-Tools unterstützen multimodale Eingaben?
Die drei verbreitetsten Modelle, die multimodale Eingaben heute unterstützen, sind ChatGPT, Google Gemini und Claude von Anthropic. Die folgende Tabelle zeigt die drei Tools im Vergleich:
Die Funktionen entwickeln sich schnell weiter – was heute im kostenlosen Plan limitiert ist, kann in wenigen Monaten anders aussehen. Für den Einstieg reicht ChatGPT im kostenlosen Tarif, um Bild- und Dokumenteneingaben auszuprobieren.
Warum multimodale KI-Kompetenz beruflich relevant wird
Stellenausschreibungen fragen zunehmend nicht nur nach „ChatGPT-Erfahrung", sondern nach strukturiertem Umgang mit KI-Tools. Laut PwC Global AI Jobs Barometer 2025 sind Jobs mit KI-Anforderungen im vergangenen Jahr um 7,5 % gewachsen, während der gesamte Stellenmarkt um 11,3 % geschrumpft ist. Beschäftigte mit nachgewiesenen KI-Kompetenzen erzielen dabei im Durchschnitt 56 % höhere Löhne als vergleichbare Kolleginnen und Kollegen ohne diese Kenntnisse.
Multimodale Prompts sind dabei der nächste Entwicklungsschritt in der Nutzung von KI-Tools – und noch nicht weit verbreitet. Wer heute weiß, wie man ein Dokument, ein Bild oder eine Audioaufnahme sinnvoll in einen Prompt integriert, hat einen Vorsprung, den viele Bewerberinnen und Bewerber bislang nicht mitbringen.
Wie Du multimodales Prompting gezielt lernst – mit Distart
Ausprobieren ist ein guter Anfang, aber ohne Struktur bleibt es meist beim Experimentieren. Man lernt einzelne Tricks, hat aber kein systematisches Verständnis davon, wann welche Eingabe sinnvoll ist und wie man Prompts so formuliert, dass das Ergebnis reproduzierbar gut wird.
Die Distart-Weiterbildung „KI & Prompt Engineering" vermittelt genau dieses Wissen – in nur 9 Wochen, praxisnah aufgebaut und AZAV-akkreditiert. Der Kurs behandelt sowohl textbasiertes als auch multimodales Prompting und zeigt, wie Du beides in echten Arbeitskontexten einsetzt. Wenn Du gerade arbeitssuchend oder von Arbeitslosigkeit bedroht bist, kann der Kurs über den Bildungsgutschein (§ 81 SGB III) gefördert werden – in vielen Fällen bis zu 100 %.
FAQ
Was sind multimodale Prompts?
Als multimodale Prompts werden Eingaben bezeichnet, die mehr als nur Text verwenden – etwa ein Bild, eine Audiodatei oder ein Dokument, das die KI gemeinsam mit Deiner Frage verarbeitet. Anders als bei reinen Text-Prompts kann die KI so direkt auf Informationen zugreifen, ohne dass Du sie erst manuell abtippen oder beschreiben musst.
Welche KI-Modelle unterstützen multimodale Eingaben?
ChatGPT, Google Gemini und Claude von Anthropic können allesamt Bilder und Dokumente verarbeiten. Audiodateien werden aktuell am vollständigsten von ChatGPT und Gemini unterstützt. Welches Tool am besten passt, hängt davon ab, welche Eingabetypen Du in Deinem Alltag am häufigsten brauchst.
Brauche ich technisches Vorwissen, um multimodale Prompts zu nutzen?
Nein. Du brauchst keine Programmierkenntnisse. Es reicht zu wissen, welche Eingabetypen ein Tool akzeptiert und wie Du Deinen Prompt dazu formulierst. Wer die grundlegenden Prinzipien einmal verstanden hat, kann multimodale Prompts direkt im Alltag einsetzen.
Kann ich diese Kompetenz in einer Weiterbildung lernen?
Ja. Die Distart-Weiterbildung „KI & Prompt Engineering" vermittelt unter anderem multimodale Prompting-Techniken, praxisnah und ohne Vorkenntnisse. Der Kurs ist über den Bildungsgutschein förderbar und richtet sich an alle, die KI-Kompetenz gezielt und strukturiert aufbauen wollen.





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